Besuch des japanischen Shimane Chuo High School Orchesters aus Kawamoto 2009

In der letzten Woche konnte der Musikverein bereits zum dritten Mal das mehrfach preisgekrönte High School Orchester aus dem japanischen Kawamoto bei sich in Hagelloch begrüßen.

Zusammen mit seinen Gästen lud der Musikverein am 2. Mai zu einem Gemeinschaftskonzert in den Festsaal der Tübinger Waldorfschule ein.

Der Musikverein Hagelloch eröffnete das Konzert mit vier Stücken aus seinem Frühjahrskonzert gefolgt vom Jugendorchester, die beide unter der Leitung von Yoshikazu Arafune spielten. Schon hier nahm man die gute Akustik der vielflächigen Festhalle wahr.

Während sich die Besucher in eine kurze Pause begaben, richteten sich die jungen Japanerinnen und Japaner auf der großen Bühne ein.

Nun war es endlich soweit, ganz gespannt wartete das Publikum auf die japanischen Schülerinnen und Schüler. Unter der Leitung von Hisashi Tanaka starteten sie ihren Konzertteil mit der deutschen und japanischen Nationalhymne.

Mit dem Stück „Folklore for Band“ von J. A. Caudill präsentierte nun das Shimane Chuo High School Orchester seine Klangvielfalt und begeisterte das Publikum sofort.
Mit der „Petite Suite“ von C. Debussy und „Die Fledermaus Selections“, eine Auswahl besonders schöner Stellen der bekannten Operette von Johann Strauss, glänzte das 22-köpfige Orchester mit sehr präziser Spielweise und darüber hinaus mit einem eigenen starken Ausdruck.

Das nächste Stück „Stone Garden of Ryoanji Temple“ von T. Kushida handelte von einem Steingarten in einem der fast unzähligen Tempelanlagen der alten Kaiserstadt Kyoto. Mit den „Japanese Famous Songs“, einem folkloristischen Werk mit den Melodien mehrerer in Japan sehr bekannter Kinderlieder, und dem „Disney Princes Medley“ beendete das Schülerorchester seinen Konzertanteil gewürzt mit beeindruckender – sicherlich anstrengender – Choreografie. Dies blieb nicht folgenlos: der Beifall wollte nicht enden, stehend wurde applaudiert. Das selbe nach einer instrumentalistischen Zugabe. Nun flüchteten die Musikerinnen und Musiker nicht etwa hinter die Bühne sondern stellten sich davor auf zu einer hervorragenden Freude versprühenden gesanglichen Zugabe. Damit war ihnen auch bei diesem Konzert eine Überraschung gelungen. Und praktisch war das auch, weil sie sich nun zum Abschluss auf der Bühne mit den beiden Hagellocher Orchestern anders organisieren mussten. Diese ‚Aufbauphase‘ nutzten die Leiter der beiden Institutionen zum Austausch kleiner Geschenke und herzlicher Dankesworte: auf Seiten der Japaner der Schulleiter Moriwaki und auf Seiten des Hagellocher Musikvereins der Vorstandsvorsitzende Fritz.

Zum Konzertabschluss ertönte nun in deutsch-japanischer Besetzung unter dem Dirigat von Hisashi Tanaka der „Arsenal Marsch“ und unter dem Dirigat von Yoshikazu Arafune der „Radetzky Marsch“.
Um das nochmals lang applaudierende Publikum nicht zu enttäuschen, ließ Arafune nochmals gemeinsam den „Arsenal Marsch“ spielen.

Bericht: Elke Fritz und Friedrich Katzmann

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